Grünes Signal für den Kreishafen Rendsburg: Land fördert Landstromanlage mit 1,2 Millionen Euro

Der Kreishafen Rendsburg macht einen wichtigen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. Tobias von der Heide, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium Schleswig-Holstein, überreichte den offiziellen Förderbescheid für den Bau einer Landstromanlage. Der symbolische Akt markiert den Startschuss für ein zukunftsweisendes Infrastrukturprojekt mit einem Investitionsvolumen von rund 1,2 Millionen Euro. Die Nettobaukosten der belaufen rund 1,8 Millionen Euro. Die 30 Prozent Differenz, werden als Eigenanteil von der WFG Infrastruktur GmbH getragen.

Empfangen wurde der Bescheid von Kai Lass, Geschäftsführer der WFG Infrastruktur GmbH, die als Betreiberin und Eigentümerin den Hafen verantwortet. Gemeinsam mit Ingo Sander, Landrat des Kreises Rendsburg-Eckernförde, und Dieter Daxenberger, Betriebsleiter des Kreishafens, stellte er das Projekt vor.

„Mit dieser Investition ebnen wir unseren Weg zum CO₂-neutralen Industriehafen. Wir freuen uns sehr, dass das Land Schleswig-Holstein uns bei diesem wichtigen Meilenstein finanziell unterstützt“, erklärte Kai Lass. Die neue Landstromanlage soll es Schiffen künftig ermöglichen, während der Liegezeit auf den Betrieb ihrer Dieselaggregate zu verzichten. Das reduziert nicht nur Emissionen, sondern auch die Lärmbelastung im Hafenumfeld deutlich.

Dieter Daxenberger betonte die Bedeutung der Maßnahme für die künftige Positionierung des Hafens: „Mit unseren nachhaltigen Investitionen schaffen wir die Grundlage für langfristigen Erfolg und stärken die Rolle des Kreishafens als grünen Industriehafen, indem wir unsere CO₂-Bilanz verringern und unsere Kunden diese positive Entwicklung an ihre Auftraggeber weitergeben können.“

Die Idee zur Landstromanlage entstand bereits im August 2021 in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken SH. Der Baubeginn ist für März 2025 angesetzt, die Fertigstellung soll bis August 2025 erfolgen. Mit der neuen Anlage können bis zu 550 Schiffsanläufe pro Jahr versorgt werden – ein großer Schritt auf dem Weg zu einem klimafreundlicheren Hafenbetrieb.

Weitere Partner sind INROS LACKNER, Schulz Systemtechnik und das Ingenieurbüro Mohn GmbH.